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ueberlingen.suedblog.de

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Von ueberlingen - Geschrieben am 23.04.2008, 13:56

In der Fremdenverkehrsstadt Überlingen eröffnet sich direkt am Bodenseeufer eine einmalige Chance: Die Stadt hat die Option zum Kauf des “Graf’schen Geländes” - wenn diese Baustofffirma 2010 ins Gewerbegebiet umzieht, soll ein gut 40 Meter breiter Uferstreifen von über 1000 Metern Länge von der “Goldbacher Kapelle” bis zum Westbahnhof neu gestaltet werden.

So erhält das einzige Kneippheilbad Baden-Württembergs mit der heute schon längsten Uferpromenade am Bodensee die Chance, den gesamten westlichen Stadteingang komplett neu zu überplanen und zu gestalten. Platz dafür soll auch die Verlegung der bisher am Ufer entlang laufenden “Bahnhofsstraße” schaffen.

Stadtverwaltung und Gemeinderatsmehrheit sehen in dem attraktiven Uferquartier den idealen Standort für ein Vier-Sterne-Hotel mit 120 Betten - in der Tourismusstadt fehlen laut Gutachten rund 1000 Betten. Nach langen vorbereitenden Diskussionen bringt der Gemeinderat Ende April/ Anfang Mai einen “städtebaulichen und landschaftsarchitektonischen Realisierungswettbewerb” auf den Weg, dessen Bestandteil das Hotel ist. 

Am Mittwoch, 23. April 2008, diskutiert das Gremium erstmals den Text der Wettbewerbsausschreibung öffentlich. Die große Mehrheit des Gremiums stellte sich hinter Wettbewerb und Hotelpläne. Allerdings wurde klargestellt, dass die endgültige Entscheidung über die Zukunft des Areals erst fällt, wenn die Wettbewerbergebnisse auf dem Tisch liegen. Aus der Fraktion der “Liste für Bürgerbeteiligung und Umweltschutz”, aus der Agenda-Gruppe “Baukultur” und dem Verein “Bürgersinn” allerdings werden kritische Stimmen zu dem Hotel laut. Teils gibt es Kritik an den Dimensionen, teils am Standort, für den sich der Gemeinderat mehrheitlich bereits vor drei Jahren entschieden hatte.   

Diskutieren Sie mit: Wohin soll Überlingen am Stadteingang West gehen? Wie viel Bebauung verträgt das Areal? Braucht der Tourismus hier, direkt am See, ein Luxushotel? Oder entspräche ein kleineres Hotel der mittleren Kategorie den heutigen Marktanforderungen mehr? Würden Sie einen Hotelbau akzeptieren, wenn er nur durch weitere Bebauung mit Appartements oder Eigentumswohnungen co-finanziert werden könnte, weil das heute für Investoren wirtschaftlich nunmal nicht mehr anders zu machen ist?  

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